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Homöopathie-Zeitschrift II/2010

Titelthema: BESONDERE MENSCHEN      
                       
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Aktuelles Zeitgeschehen

14.06.2009
Weibliche Fertilitätsstörungen - Vergleichsstudie homöopathischer Einzelmittel mit konventioneller Hormontherapie/Uni Heidelberg

 

Weibliche Fertilitätsstörungen
Das Ergebnis einer Vergleichsstudie homöopathischer Einzelmittel mit konventioneller Hormontherapie an der Uniklinik Heidelberg ergab einen deutlich höheren Prozentsatz der Baby-Take-Home-Rate (BTH) in der Homöopathie Gruppe. Eine Gruppe von 21 Frauen mit hormonell bedingter oder idiopathischer Sterilität wurde nach klassischer Repertorisation mit homöopathischen Einzelmittelnbehandelt. Ihnen wurden 21 Frauen zugeordnet, die während desselben Zeitraums wegen der selben Art der Sterilität mit Hormonen behandelt worden waren. Beide Patientengruppen entsprachen sich in allen Kriterien, von denen durch frühere Studien bekannt war, dass sie die Schwangerschaftsprognose beeinflussten (Alter, Dauer des Kinderwunsches, Art der Sterilität, Uterus-, Tuben-, andrologischer Faktor, Bodymass-lndex, Art der Zyklusstörung). In beiden Gruppen traten 6 Schwangerschaften ein (28,5%). In der Homöopathie-Gruppe endeten alle Schwangerschaften mit einer Geburt, in der Hormongruppe lediglich 2, während 4 Patientinnen eine Fehlgeburt erlitten. In der Homöopathie-
Gruppe konnte bei 50% der Frauen eine Normalisierung der Hormonstörungen erreicht werden und bei 19% der Patientinnen eine Besserung verschiedener funktioneller Beschwerden. In 10% traten vorübergehend
Nebenwirkungen auf. In der Hormongruppe traten keine Besserungen ein, außerdem verschlechterte
sich der Allgemeinzustand (u.a. Zysten, Überstimulation, Atemnot, Hitzewallungen, Libidoverlust) bei 29% der Patientinnen. Bei der Homöopathie-Gruppe (21 Frauen und sechs Schwangerschaften) ergab sich somit eine Baby-Take- Home- Rate (BTH) von 28,5 %. In der Hormontherapie-Gruppe (21 Frauen und sechs Schwangerschaften, aber vier Fehlgeburten) betrug die BTH- Rate 9,5 %. Die Kosten Nutzen-Analyse für die erzielten Schwangerschaften ergab bei vergleichbarem ärztlichem Zeitaufwand eine Reduktion der Medikamentenkosten um mindestens den Faktor 10. In Zahlen: In der Homöopathie-Gruppe (Therapiedauer durchschnittlich 4,8 Monate) betrugen Beratung und Arzneien insgesamt 2.010 DM. In der Hormontherapie-Gruppe (Therapiedauer durchschnittlich 16.5 Monate) beliefen sich die Kosten für Beratung, Medikamente,
inklusive zwei Invitro-Fertilisationen und eine Insemination auf insgesamt 23.323 DM. Der Dank der Forschungsgruppe (Prof. I. Gerhard, G. Reimers, C. Keller, M. Schmück) gilt dem Direktor der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen Prof. Dr. med. Runnebaum, der, obwohl überzeugter und hervorragender Grundlagenforscher und Wissenschaftler, die Methoden der Erfahrungsheilkunde nicht von
vorneherein ablehnte, sondern den Forschern die Möglichkeit gab, sie zu erproben. Ein weiterer Dank gilt der Karl-und-Veronica-Carstens-Stiftung für die großzügige Unterstützung des Homöopathieprojektes an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg.1
1 Anmerkung der Redaktion: Die Studie stammt aus den 90iger Jahren, neuere Studien liegen u.E. nicht vor. Mehr unter: www.carstens- stiftung.de/wissen/hom/
pdf/klin_gerhard_tpk.pdf und in einer Kurzfassung bei "therapeuthikon" (7/8;309-315;Juli 1993)

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