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Homöopathie-Zeitschrift II/2010

Titelthema: BESONDERE MENSCHEN      
                       
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Aktuelles Zeitgeschehen

14.12.2009
Jubiläum für fundierte Ausbildung - Clemens von Bönninghausen-Gesellschaft für Homöopathik e.V. feiert ihr 20-jähriges Bestehen

 
Der homöopathische Arzt Dr. Eichelberger, damals Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Klassische Homöopathie (DGKH), wollte einen universitären Studiengang für Klassische Homöopathie etablieren. Im Gespräch war zunächst die Universität Witten-Herdecke, danach die Fernuniversität Hagen, doch an beiden Standorten ließen sich die Pläne nicht realisieren. Die Nachfrage nach einer Ausbildungsstätte für Klassische Homöopathie blieb allerdings stark. Dr. Eichelberger unterstützte dann 1989 die Gründung eines Vereins, um diese Ausbildung zu etablieren. Gründungsmitglieder waren Berend Meyer, Hermann Holstein, Heidrun
Zöllner, Doris Bergmann, Yves Laborde, Thomas von Reumont und Siegward Giese. Gerhard  Risch, der eng mit Dr. Eichelberger zusammenarbeitete, wurde zum Leiter der Akademie ernannt und holte unter anderen
Dr. Rakow und Dr. Mettler als Dozenten an die Akademie. Die Form stand fest, nun musste noch ein Name gefunden werden: Man einigte sich schnell auf "Clemens von Bönninghausen- Gesellschaft für Homöopathik e.V.". Der Namenspatron war Schüler und Vertrauter von Hahnemann und wurde deshalb ausgewählt, weil er als erster Laienpraktiker ohne Approbation die Erlaubnis erhielt, Homöopathie auszuüben. Somit gilt er als der erste "Heilpraktiker", auch wenn es diese Berufsbezeichnung damals noch nicht gab. Ziel der Clemens von Bönninghausen-Gesellschaft war und ist es, sowohl Heilpraktikern als auch Ärzten eine fundierte Ausbildung in Klassischer Homöopathie zu ermöglichen sowie wissenschaftliche Forschung zu betreiben und die Allgemeinheit über Homöopathie aufzuklären. Das bedeutet manchmal auch, mit Vorurteilen aufzuräumen und ähnliche Dinge. Dr. Eichelberger unterstützte diese Vereinsgründung mit 5000 DM. Der Name sollte Programm sein! Um den universitären Charakter der Clemens von Bönninghausen- Akademie zu unterstreichen, wurde ein strukturierter Lehrplan eingeführt, der auf den Grundlagen der Meisterklasse von Dr. Eichelberger basierte.
Eine eigene wissenschaftliche Abteilung innerhalb der Akademie hatte unter anderem das Erforschen der Klassischen Homöopathie und das Verfügbarmachen von fremdsprachiger Literatur zur Aufgabe. Vor 20
Jahren gab es nur den "Allen" in der deutschen Übersetzung von René von Schlick. Burnett war auf dem deutschen Büchermarkt  unbekannt. Durch die Schriftenreihe der CvB-Akademie wurden somit wichtige Fachbücher mit Schwerpunkt Miasmatik für deutschsprachige Homöopathen veröffentlicht. Die dadurch neu
gesammelten Erkenntnisse wurden und werden ständig in die Studieninhalte der Akademie integriert.
Die Clemens von Bönninghausen-Gesellschaft für Homöopathik ist Trägerin der Clemens von Bönninghausen-
Akademie für Homöopathik, welche die Klassische Homöopathie mit Schwerpunkt Miasmatik in einem dreijährigen Studium vermittelt. Der erste Ausbildungsgang "A" der CvB-Akademie startete 1990
mit 129 Teilnehmern im Schloss Wolfsburg. Mittlerweile finden die Kurse in den neuen Hörsälen der
aktuelles Aktuelles Ostfalia Universität für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg statt mit jeweils 30 bis 40 Studierenden pro Kurs. Seit Anfang der 90er Jahre haben etwa 1000 Studierende die Clemens von Bönninghausen-Akademie erfolgreich absolviert. Daneben hat sich die CvB-Gesellschaft im Dachverband der Klassischen Homöopathen, im Bund Klassischer Homöopathen Deutschlands, dem BKHD, organisiert.
Seit der Gründung haben CvB-Gesellschaft und -Akademie immer wieder auch schwierige Zeiten durchlebt, sich aber nicht unterkriegen lassen. An dieser Stelle möchte ich allen unseren ehemaligen Vorstandskolleginnen und -kollegen sowie Dozenten meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen,
dass sie die CvB-Gesellschaft sicher durch die bewegte und manchmal auch stürmische See gelenkt
haben. Am 12. September 2009 feierte die Clemens von Bönninghausen-Gesellschaft ihr 20-jähriges Gründungsjubiläum im Hoffmannsaal zu Wolfsburg-Fallersleben. Es war eine festliche Veranstaltung und
Frau Bürgermeisterin Bärbel Weist sowie Herr Berend Meyer in seiner Doppelfunktion als CvB-Gründungsmitglied und BKHD-Vorstand richteten Grußworte an die Gesellschaft. Dr. Rakow - langjähriger Dozent derCvB-Akademie - leitete einen Rückblick ein, ergänzt durch die Akademieleiterin Maria Schuller. Gisela
Immich setzte den Schlusspunkt mit der 20-Jahres-Chronik und einem Ausblick für die Gesellschaft. Für Abwechslung sorgte eine gelungene und dramatische Darstellung von Andreas Jung´s "Hahnemann
und Klockenbring", gefolgt von der Vorstellung der neuen Ausgabe "Homöopathisches Jahrbuch 2009".
Es enthält die besten Abschlussarbeiten des letzten Studienganges - weitere Veröffentlichungen werden
folgen. Eingebettet war dieses Jubiläum in die CvB-Herbsttagung, die interessante Vorträge von Dr. Bonat, Inge Plattner, Christine Mangold, Maria Schuller und Ralf Blume zum Thema "Lernstörungen
bei Kindern und Jugendlichen" bot sowie die Wanderausstellung zur Geschichte der Homöopathie des
Robert-Bosch-Institutes aus Stuttgart. Die Teilnehmer zeigten sich auch von dieser Veranstaltung positiv
beeindruckt. Insgesamt blicken die Clemens von Bönninghausen- Gesellschaft für Homöopathik e.V. und ihre Akademie auf eine ereignis reiche und erfolgreiche Zeit zurück und wir freuen uns, unseren Weg weiterentwickeln zu können.
Gisela Immich, 1. Vorsitzende CvB

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