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Homöopathie-Zeitschrift II/2010

Titelthema: BESONDERE MENSCHEN      
                       
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Aktuelles Zeitgeschehen

16.04.2010
Vierte Zentrale Homöopathie-Prüfung des BKHD e.V.

 
Vierte BKHD-Prüfung, vom 13. bis 15. November 2009 Bericht aus der Sicht eines Teilnehmers

Schon seit der ersten BKHD-Prüfung im Jahr 2007 hatte ich mir vorgenommen, dort selbst die Prüfung zum qualifizierten Homöopathen abzulegen. Das hatte verschiedene Gründe: Erstens, weil ich meine eigene Qualität in der täglichen homöopathischen Praxis verbessern und dies auch nach außen, in der Öffentlichkeit, nachweisen können wollte; zweitens, um positive Werbung für die Homöopathie zu machen und deren öffentliches Ansehen zu stärken und drittens, weil ich Homöopathie-Studenten im Rahmen einer dreijährigen Wochenendausbildung unterrichte, die diese Prüfung absolvieren sollen. Da hielt ich es für sinnvoll, diese Prüfung auch selbst abgelegt zu haben. Eine ähnlich umfangreiche schulinterne Prüfung mit abschließender Diplomarbeit hatte ich bereits innerhalb meiner Ausbildung im Homöopathie Forum in Gauting im Jahr 2006 abgelegt. Im Gegensatz dazu hat die BKHD-Prüfung einen offiziellen bundesweiten und externen Charakter. Für mich sind sowohl die Prüfung als auch die weitere Supervision mit regelmäßig nachweisbaren Fortbildungen Belege meiner Qualifikation, die ich in der Öffentlichkeit vorzeigen kann, ähnlich wie in anderen anerkannten Berufen. Dadurch wird eine gute Qualität unserer Arbeit für die Patienten gewährleistet, was wiederum dem Erhalt unserer therapeutischen Freiheit sowie der Sicherung des Berufsstandes dient. Zudem gibt mir eine gezielte Ausbildung bei meinen Verschreibungen die Sicherheit zu wissen, was ich tue und dadurch natürlich auch mehr Freude bei der homöopathischen Arbeit. Ich bin sehr dankbar dafür, in einer Zeit Homöopathie
machen zu dürfen, in der Homöopathen Qualitätsrichtlinien für die Aus- und Weiterbildung erarbeitet
und festgelegt haben. So kann auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Homöopathie gerechtfertigt werden.
Für die Homöopathie gilt hier das Gleiche wie in anderen Berufen auch: nur durch eine adäquate Ausbildung kann auch fachkundig behandelt werden. Zum Ablauf der Prüfung Die Prüfung fand von 13. bis 15. November in Stuttgart in der VHS von Bad Cannstatt statt. Elf Heilpraktiker traten zur Prüfung an, alle Teilnehmer bestanden.
Am ersten Tag mussten wir 180 Fragen zur Theorie der Homöopathie und zur Materia Medica beantworten.
Am zweiten Tag bekamen wir zwei akute Papierfälle zur Bearbeitung, für die wir jeweils zwei Stunden Zeit hatten. Am dritten Tag sollten wir innerhalb von fünf Stunden einen chronischen Fall mit mehreren Follow ups lösen.
Die Prüfungskommission bestand aus vier Homöopathinnen des BKHD, welche die Organisation der
gesamten Prüfung mit Routine meisterten. Der Ablauf war professionell vorbereitet und auch bei individuellen
Computerproblemchen, wie dem Abspeichern der Analysen auf dem USB-Stick, half das Prüfungsteam, so dass der zeitliche Rahmen immer eingehalten werden konnte. Während der drei Prüfungstage herrschte eine sehr freundliche und kollegiale Atmosphäre. Auf diesem Wege noch einmal herzliche Glückwünsche an meine Kollegen, die mit mir die Prüfung bestanden haben! Und ein Dankeschön an die Damen der Prüfungskommission, die den reibungslosen Ablauf ermöglichten. Für die Zukunft wünsche ich mir, als Basis für eine professionelle homöopathische Tätigkeit, dass alle Homöopathieschulen und -studenten in Deutschland die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Homöopathie-Fachgesellschaften in Anspruch nehmen. Nähere Infos unter: www.bkhd-zweckbetrieb.de
In diesem Sinne, nach Dr. Samuel Hahnemann: "Macht´s nach, aber macht´s genau nach"!

Uwe Flatau

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