Homöopathie Zeitschrift
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Homöopathie-Zeitschrift 3/09

WAS HEISST HIER KLASSISCH?

                        Leseprobe    Inhaltsverzeichnis

Zum Richtungsstreit in der Homöopathie

Einzelpreis € 15,- (im Abo € 13,-)
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Editorial

 Liebe Leserinnen und Leser

die Intention, die hinter der Homöopathie Zeitschrift steht, ist dieselbe geblieben - die Redaktion wurde übergangsweise von den Herausgebern übernommen. Unsere gleichbleibende Absicht ist es, eine hochwertige Fachzeitschrift für Therapeuten verschiedener Richtungen innerhalb der Klassischen Homöopathie herauszubringen, in der unterschiedliche Herangehensweisen respektvoll nebeneinander bestehen können. So muss der Griff nach der Frucht der Versuchung (siehe Titelbild) nicht zwangsläufig die Vertreibung aus dem Paradies bedeuten, sondern kann ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Erkenntnis sein.

Mit der vorliegenden Ausgabe haben wir uns zum Ziel gesetzt, die therapeutische Bandbreite darzustellen, die wir in unzähligen Gesprächen mit unseren Lesern als Wegweiser für die Arbeit mit den Patienten von heute erfasst haben. Auf den folgenden Seiten finden Sie das Ergebnis dessen, was erfahrene Homöopathen unserer Zeit zu diesem Thema beizutragen haben. Das mag an vielen Stellen kontrovers sein, doch sind das Homöopathie Forum als Herausgeber und dieses Heft der Beweis dafür, dass ein respektvoller Umgang miteinander
zum Wohle der Patienten möglich ist. Die Homöopathie an sich ist es, die es zu wahren, zu verbreiten und zu praktizieren gilt. Wenn die Aussagen und Artikel dieser Fachzeitschrift zum Gespräch anregen und eine Inspirationsquelle für die tägliche Arbeit in der Praxis darstellen, so haben sie ihr Ziel erfüllt. Die Interviewserie "Was heißt hier Klassisch?" eröffnet und durchzieht das Titelthema, das anhand von spannenden Fällen aus der Praxis, verschiedene Herangehensweisen aufzeigt. So entscheidet zum Beispiel bei Renate Krause der Fall über die Methode, für Mike Keszler weist die Empfindung den Weg zum Simillimum, Tanja Radigk betrachtet die chronische Behandlung miasmatisch und Andreas Hundseder arbeitet mit dem Schichtenmodell von George Vithoulkas.
Wie einfach Homöopathie sein kann, zeigt Dr. Max Jenny, der nach Dr. Vijayakar arbeitet, aber auch C. M. Boger, J. Scholten und P. Herscu inspirieren zu nachvollziehbaren Verordnungen zur Gesundung des Patienten. Auch die Arzneimittelselbsterfahrung von Andreas Zenner mit dem "Glückspilz" könnte ein Impulsgeber für die Arbeit in der Praxis sein.

Zu guter Letzt gab der Schweinegrippe-Alarm Dr. Sybille Freund den Anstoß zum Ausflug
in die Medizingeschichte. Die Qualitätssicherung in der Homöopathie liegt uns am Herzen - so haben wir uns in diesem Heft besonders der Supervision angenommen. Sie ist ein wichtiges
Instrument zur Professionalisierung unserer Arbeit in der Praxis, wobei diese wiederum unabdingbar für das Bestehen der Homöopathie im Gesundheitssystem ist. Daran wird auch in diversen Bündnissen intensiv gearbeitet, über die wir Sie wie immer in der Rubrik Politik informieren. Das Homöopathie Forum ist ein Verein für Homöopathen, in dem strittige Meinungen existieren und die Methoden vorurteilslos betrachtet werden dürfen. Für uns drückt das die Lebendigkeit der Heilweise aus, der wir uns alle mit Leib und Seele verschrieben haben, auch wenn wir selbst nicht alle in diesem Heft geäußerten Meinungen teilen und diese auch kein Statement des Homöopathie Forums sind. Das neue Redaktionsteam steht in den Startlöchern und wird Bewährtes kompetent weiterführen, aber auch neue Ideen einbringen. Darauf freuen wir uns! Allen, die uns bei der Übergangsredaktion unterstützt haben, sagen wir an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!


Viel Spaß beim Lesen und alles Gute wünschen
Angela Baral, Daphne Dieter, Eva Kolbinger
Herausgeber

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